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1001 Nacht zu Hause – die 2. 
Erzählbühne digital am 14. Dezember

Bis auf Weiteres müssen wir zu Hause bleiben wegen ihr-wisst-schon. Deshalb findet auch die Erzählbühne im Dezember wieder digital statt! Am 14.12. gibt es unseren traditionellen Story-Julklapp: Im Advent schenken wir uns gegenseitig Geschichten, gleich ob Märchen, Mythen, Literarisches, Biografisches oder Fiktives. Es wird frei erzählt, mit Wort und Witz, Händen und Füßen, Musik und Gesang. Monitor frei für eure Geschichten! Nur für die Kekse und den Glühwein muss jede/r selbst zu Hause sorgen… Schickt eine Mail an erzaehlbuehne@ezaehlkunst.com und ihr seid dabei. Am 14. Dezember um 20.00 Uhr.

 

© U. Breinl

Workshop: Was erzählen wir?
Stereotype & Diskriminierung im Storytelling

Geschichten sind voller Bilder. Und bei traditionellen Geschichten, die in einer Zeit schriftlich fixiert wurden, die nicht mehr die unsere ist, sind Erzähler*innen oft mit problematischen Stereotypen konfrontiert. Was machen wir mit Motiven, die in Bezug auf Gender, Rassismus und Heteronormativität schwierig sind? Wie können wir mit Stoffen unterschiedlicher Kulturen umgehen und was haben Machtstrukturen und unsere eigene Positionierung damit zu tun? mehr lesen 

Grimm Denkmal in Hanau
Foto: pixabay, Harald Gärtner

Zum Anschlag in Hanau, Geburtsstadt der Brüder Grimm

Auf der Mitgliederversammlung am 5.3.2020 haben wir als Verein Erzählkunst folgende Erklärung zu dem rassistischen Anschlag in Hanau, der Geburtsstadt der Brüder Grimm, verabschiedet:

„Alle Deutschen sind frei, und deutscher Boden duldet keine Knechtschaft. Fremde Unfreie, die auf ihm verweilen, macht er frei.“
Jacob Grimm, 1848 in der Paulskirche

Angesichts des Terroranschlags in Hanau am 19.2.2020, bei dem ein Rechtsextremist 10 Menschen ermordet hat, erinnert der Verein Erzählkunst e.V. an die bekanntesten Bürger der Stadt Hanau, die Brüder Grimm. Die deutschen Märchensammler waren mutige Kämpfer für Menschenrechte, Freiheit und Weltoffenheit.

Unsere Erklärung zu Hanau im Wortlaut

 

Illustration: Waltraut Fischer

Ein altes Märchen aus der Mongolei – ganz aktuell

Es wird erzählt: Vor vielen, vielen Jahren litten die Mongolen unter einer Pockenepidemie. Die Menschen siechten dahin und starben. Aus den Jurtendächern stieg kein Rauch, denn es war niemand mehr am Leben, der hätte heizen können. Wer sich noch gesund fühlte, floh in die Steppe. Der fünfzehnjährige Tarwaa war der einzige Überlebende einer großen Familie, die am westlichen Hügel gewohnt hatte. Traurig und verzweifelt stand er neben der verwaisten Jurte. Warum haben Eltern und Geschwister mich allein zurückgelassen? Was soll ich noch auf dieser Erde? Dachte er immerfort und  weinte.   mehr lesen