Start / Veranstaltungskalender / Weltgeschichtentag: Pionierinnen der Erzählkunst – Frauenzimmer

Foto Tasha Kamrowski
20.03.2021, 20.00 Uhr
Silvia Freund, Dörte Hentschel, Hannah Hofmann, Janine Schweiger
digital via Zoom

Am 20. März ist Weltgeschichtentag: An diesem Tag wird jedes Jahr rund um den Globus das freie mündliche Erzählen gefeiert. 2021 steht der World Storytelling Day unter dem Motto NEUANFANG. Und es gibt wohl kaum etwas, was die Menschen sich derzeit weltweit sehnlicher wünschen!

Statt unseren Blick in die Zukunft zu richten, haben wir 100 Jahre zurück geschaut und bemerkenswerte Damen entdeckt, die Pionierinnen auf ihrem Gebiet waren. Mit viel Willen, Durchsetzungskraft und Mut standen diese Frauen für ihre Visionen ein und sie bieten uns heute noch ein gutes Beispiel für einen Neubeginn. Eines vereint diese Ladys: sie alle haben das Erzählen und Weitertragen von Geschichten gefördert. Deswegen wollen wir mit euch gemeinsam die Weggefährtinnen kennenlernen und jeweils eine ihrer Geschichten erzählen. Wir laden euch im Anschluss an das Programm zu einem Gespräch ein. Dort könnt ihr teilnehmen, ohne euch selbst einzubringen, könnt lauschen, welche Gedanken die anderen teilen möchten, könnt natürlich aber auch gerne selbst von euren Eindrücken Ideen und Geschichtenassoziationen sprechen.

Der Zoom-Link am 20.3. ab 20.00 Uhr:

https://us02web.zoom.us

 

Unsere drei Pionierinnen sind:

Lisa Tetzner (1894-1963) wanderte 23jährig Geschichten erzählend durch Thüringen, leitete 33jährig die Kinderstunde des Berliner Rundfunks, lebte 43jährig mit ihrem Mann Kurt Kläber im Tessiner Exil und schaffte in all‘ dieser Zeit und Jahre darüber hinaus Wortwerke, die sowohl ‚Abenteuer des Herzens‘ abbilden als auch ‚die Unzulänglichkeiten der […] Welt‘ sichtbar machen.

Maria Leitner (alias Lékai, alias Lightner), (1892-1942) war eine investigative Journalistin, Übersetzerin und Schriftstellerin aus Ungarn, die in den 20er Jahren in Berlin arbeitete. 1933 stand ihr Name auf der „Schwarzen Liste“, ihre Bücher wurden verbrannt, sie ging ins Exil.

Jella Lepman (1891-1970), jüdisch-deutsche Journalistin, Autorin und Übersetzerin, kehrte 1945 aus der Emigration ins Nachkriegsdeutschland zurück. Als Beraterin für den Wiederaufbau schenkte sie mit der Gründung der Internationalen Jugendbibliothek in München den Kindern und Jugendlichen eine „Bücherbrücke in die Freiheit“.

Am 20.03.2021 laden wir euch ganz herzlich zu unserer Live-Erzähl-Veranstaltung per Zoom (weil wir das ja jetzt alle schon so gut können) um 20 h in eure Salons, Kemenaten, Speise- und Bücherzimmer, Küchen, Bügel-, Wäsche- und Abstellkammern auf ein Glas Saft, Wein, Bier oder eine gemütliche Tasse Tee ein.

Mit den Erzählerinnen: Silvia Freund, Dörte Hentschel, Hannah Hofmann
Moderation: Janine Schweiger
Technischer Support: Soogi Kang

Wir freuen uns über eine Spende für Erzählkunst e.V., Konto IBAN DE63 1005 0000 0190 7263 34